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Klartext beim Heringsessen – Politischer Aschermittwoch in St. Ingber





„Zum traditionellen Heringsessen am Aschermittwoch lud der Stadtverband der CDU St. Ingbert in die Stadthalle ein. Rund 200 Gäste aus Politik, Vereinen, Hilfsorganisationen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen teil. In den politischen Reden wurde ein klares Signal gesendet. Umrahmt wurde die Veranstaltung von den Labtaaler Musikanten.
Oberbürgermeister Ulli Meyer machte deutlich, dass St. Ingbert seine Zukunft aktiv gestalte. Die Sanierung der Baumwollspinnerei liege im Zeit- und Kostenplan, die Eröffnung sei weiterhin für 2027 vorgesehen. Mit der Ansiedlung des CISPA Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit und dem entstehenden Gründercampus – realisiert durch die Peter Gross Bau Holding GmbH in Zusammenarbeit mit dem CISPA – entstehen Perspektiven für 2.000 bis 3.000 Arbeitsplätze. Hinzu kommen Investitionen in Schulen, Zivilschutz und Infrastruktur.
Umso deutlicher fiel die Kritik an der SPD-Alleinregierung im Saarland aus. Der Entwurf des Landesentwicklungsplans 2030 bremst die kommunale Entwicklung aus, anstatt sie zu ermöglichen. Fehlende Baulandausweisungen und restriktive Flächennutzungen gefährdeten Wachstum und Ansiedlung – gerade in einer Stadt, die nachweislich liefern kann.
Gastrednerin Jutta Schmitt-Lang, Mitglied des Landtages und CDU-Kreisvorsitzende, bezeichnete St. Ingbert als „Musterschüler“ im Saarland. Während hier Hindernisse überwunden und Investitionen ermöglicht würden, verharre das Land wirtschaftspolitisch im Stillstand. Im bundesweiten Vergleich rangiere das Saarland bei der Wirtschaftsentwicklung auf dem letzten Platz – ein deutliches Signal, dass der Kurs der SPD-Landesregierung nicht stimme.
Auch in der Bildungspolitik übte die Bildungsexpertin scharfe Kritik: Trotz steigender Ausgaben verschärften sich die Defizite schon bei bei Schülerinnen und Schülern in der Grundschule. Wer es nicht schaffe, grundlegende Kompetenzen wie Sprachverständnis, Lesen, Schreiben und Rechnen sicherzustellen, setze die Zukunftschancen einer ganzen Generation aufs Spiel. Es brauche endlich klare Prioritäten, verbindliche Standards und echte Reformbereitschaft und keine Symbolpolitik.
Im weiteren Verlauf unterstrichen Heike Hartinger (Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes), Frank Breinig (Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion) und Bürgermeisterin Nadine Backes die kommunalpolitischen Schwerpunkte: solide Haushaltsführung, Investitionen in Grundschulen, klare Positionierung gegen einen entwicklungshemmenden Landesentwicklungsplan und der Anspruch, die CDU als Mitmachpartei weiter zu stärken. Mit Formaten wie „Wo drückt der Schuh?“ soll der direkte Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern ausgebaut werden, beispielsweise durch Präsenz in der Fußgängerzone vor der Alten Kirche.
Das Fazit der politischen Beiträge: Während die SPD-Alleinregierung im Saarland viele Entwicklungen hemmt und zentrale Zukunftsfragen ungelöst lässt, zeigt St. Ingbert unter CDU-Führung, wie verantwortungsvolle Politik aussieht – mit klaren Entscheidungen, wirtschaftlicher Perspektive und Investitionen in die Zukunft der Stadt.
Anschließend wurden die Heringe gereicht. Die Frauenunion unter Leitung von Irene Kaiser, Ortsvorsteherin von St. Ingbert-Mitte, hatte die Vorbreitung und Ausgabe
der Heringsportionen übernommen, die Getränkeversorgung im Saal Mitglieder des Stadtverbandes. Bei angeregten Gesprächen, einer leckeren Portion Hering mit Kartoffeln und stimmungsvoller Musik klang der Abend in der Stadthalle gemütlich aus.


